Einmal jährlich erhält jeder Rentenversicherte Post von der Deutschen Rentenversicherung. Die Renteninformation ist eine Prognose über Ihre künftigen staatlichen Rentenansprüche. Doch Vorsicht: Die Information vermittelt einen zu positiven Eindruck davon, wie viel Ihnen der Staat in Zukunft tatsächlich als Rente zahlen wird.
Drei Faktoren sind in den individuellen Berechungen nicht berücksichtigt:
| Die Inflation verringert die Kaufkraft |
Die schwindende Kaufkraft ist in der Renteninformation nicht berücksichtigt. Dabei führt schon eine relativ niedrige Inflation zu erheblichen Wertverlusten. Das Deutsche Institut für Altersvorsorge hat für die vergangenen 30 Jahre eine durchschnittliche Inflation von 2,3 % errechnet. Das heißt: 100 Euro nach heutiger Kaufkraft sind in 20 Jahren nur 64 Euro wert. |
| Brutto ist nicht gleich Netto |
Der Rentenbescheid weist lediglich Ihre Brutto-Rente aus. Sie erfahren nicht, was nach Abzug der Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge sowie der Steuern übrig bleibt. Ein Arbeitnehmer, der 2011 in Rente geht, muss 62 % seiner Rente versteuern. Bis zum Jahr 2040 steigt dieser Prozentsatz sukzessive an. 2040 werden die Renten in voller Höhe besteuert. |
| Beitragsunterbrechungen bremsen die Rentensteigerung |
Die Rentenkalkulation geht von der Annahme aus, dass Beitragszahlungen in die Rentenkasse kontinuierlich bis zum Renteneintritt erfolgen. Doch Beitragszahlungen ohne Unterbrechungen sind in heutigen Erwerbsbiographien längst nicht mehr Standard. Elternpause, Teilzeit, Arbeitslosigkeit oder Jobwechsel mit Gehaltseinbußen mindern den den in der Renteninformation ausgewiesenen Betrag. |
Wie viel Rente Sie im Alter tatsächlich bekommen:
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass bei der Berechnung des Steueranteils die Progression der Rentenbesteuerung nicht berücksichtigt wird. Demnach liegt der zu versteuernde Rentenanteil 2011 bei 62 % und steigt bis zum Jahr 2040 auf 100 %.
Gleichen Sie Ihre Rentenlücke durch private Vorsorge aus. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit unterschiedlichen steuerlichen Vorteilen.
| Basisrente | Riesterrente | Private Rentenversicherung |
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Januar 2011